Schlafprobleme bei Zwillingen: 9 Tipps für eine gute Nacht

Schlafprobleme bei Zwillingen: 9 Tipps für eine gute Nacht

Zwillinge zu bekommen ist eine der schönsten Erfahrungen die man als Eltern haben kann – und eine der anstrengendsten. Die meisten jungen Zwillingseltern leiden unter Schlafmangel. Füttern und wickeln und das alles mal zwei – diese Belastung fordert ihr Tribut. Säuglinge müssen erst lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist, und nicht, um zu spielen, zu essen und um herumgetragen zu werden. Je älter die Babys werden, desto eher sind sie in der Lage, den Unterschied zwischen Tag und Nacht wahr zu nehmen. Und mit zwei Babys ist es noch einmal schwieriger, Regeln und Abläufe zu einzuführen, die den Zwillingen helfen, gesunde Schlafgewohnheiten zu entwickeln.

Schlafprobleme bei Zwillingen
Foto: Sabine Lange en Pixabay

Dieser Artikel liefert Ihnen ein paar Tipps, wie Sie die Schlafprobleme Ihre Zwillinge lösen – und dann selber auch wieder mehr schlafen können! Alle unsere Kinder waren schlechte Schläfer, ich weiß also, worüber ich spreche!

Was können Sie also tun, um Ihren Zwillingen zu helfen, nachts durchzuschlafen? Los geht’s:

Gepuckte Babys schlafen oft besser
  1. Bleiben Sie realistisch in Ihren Erwartungen: Säuglinge sind in der Regel einfach noch nicht in der Lage, mehr als ein paar Stunden am Stück zu schlafen. Sie müssen sich erst an die Welt, in die sie da hinein geboren worden sind, eingewöhnen. Sie müssen lernen, dass der Tag zum Spielen, Essen und Spazieren gehen und die Nacht zum Schlafen da ist. Zwillinge brauchen oft etwas länger für diesen Prozess, weil sie meist früher in der Schwangerschaft geboren werden. Das gilt noch einmal mehr, wenn sie als Frühchen zur Welt kommen.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Zwillinge tagsüber regelmässig kleine Schläfchen einlegen. Babys brauchen mehr Schlaf, als sie nachts bekommen. Und wenn sie tagsüber zwischendurch schlafen, wird es auch nachts besser klappen. Die Annahme, das Babys abends müder sind, wenn sie tagsüber nicht schlafen, ist ein Trugschluss. Schlaf bringt Schlaf, sagt meine Schwiegermutter immer.
  3. Entwickeln Sie ein Abendritual. Vermeiden Sie zu viel Aktivität vor dem ins Bett gehen. Lesen Sie den Kindern eine Geschichte vor (auch, wenn die Babys den Sinn noch nicht verstehen, wirkt der Klang Ihrer Stimme beruhigend), singen Sie ihnen ein Lied vor, baden Sie die Kinder… Aber vorsichtig: manche Babys drehen durch das Baden erst recht auf!
  4. Synchronisieren Sie den Zeitplan Ihrer Babys. Das ist bei den meisten Zwillingen möglich – aber nicht bei allen! Wenn Sie Ihre Zwillinge zur gleichen Zeit zum Mittagsschlaf hinlegen, ist die Chance, dass sie abends zur gleichen Zeit müde sind, größer. Und Sie haben Zeit für den Haushalt, für sich, für ein kleines Mittagsschläfchen…
  5. Lehren Sie Ihre Babys, alleine einzuschlafen. Wenn sie abends alleine einschlafen können, ist die Chance, dass sie auch wieder alleine einschlafen, wenn sie nachts aufwachen, sehr viel größer. Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt überhaupt!
  6. Lassen Sie Ihre Babys im selben Bett schlafen. Die meisten Zwillinge (nicht alle!) fühlen sich durch die Anwesenheit des Geschwisterchens sicherer. Das gilt besonders für Säuglinge. Wenn die Babys größer werden, fangen sie an, mit einander zu spielen oder sich gegenseitig zu ärgern – dann ist an Einschlafen nicht mehr zu denken. Dies ist der Zeitpunkt, die Babys ins eigene Bett umziehen zu lassen. Oder sogar ins eigene Zimmer – Max und Lia fingen irgendwann an, sich Stoffhasen und Schlafpuppen quer durchs Zimmer zuzuwerfen…
  7. Wenn Ihre Zwillinge nervöse Babys sind, können Sie versuchen, sie zu pucken. Viele Babys beruhigen sich durch die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit.
  8. Wenn Ihre Zwillinge nachts aufwachen, sorgen Sie dafür, dass es möglichst langweilig für sie ist. Schalten Sie das Licht nicht an, machen Sie so wenig Geräusche wie möglich, singen Sie ihnen nichts vor, tragen Sie sie nicht herum… So lernen die Babys, dass es nachts nichts Interessantes für sie zu erleben gibt und dass sie besser wieder einschlafen.
  9. Und zum Schluss: nehmen Sie sich nicht alles zu Herzen, was andere Ihnen erzählen. Anscheinend hat jeder, der Ihnen auf der Straße begegnet, eine Meinung zu Ihrem Problem – bei Zwillingen ist dieses Phänomen noch einmal stärker ausgebildet. Sie werden eine Menge oft widersprüchlicher Ratschläge bekommen. Sie kennen Ihre Zwillinge und Sie wissen am besten, wie Sie Ihre Babys zum Durchschlafen bringen!

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