Was macht einen guten Babysitter aus?

Was macht einen guten Babysitter aus?

Das Großziehen von Kindern kann Eltern schnell wie die Rushhour des Lebens vorkommen: Die Kleinen entwickeln sich jeden Tag weiter und nehmen eigentlich die gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch, doch der Alltag stoppt deswegen noch lange nicht, sondern läuft wie gewohnt weiter. Vom Einkauf im Supermarkt über Arzttermine bis hin zu Behördengängen und dem Beruf müssen alle Herausforderungen des Alltags weiterhin gemeistert werden. Gerade Zwillingseltern fragen sich oft, wie es ihnen gelingen soll, alles doppelt und dann noch parallel zu organisieren. Eine gute Unterstützung kann ein Babysitter sein, doch welche Qualitäten machen einen guten Babysitter eigentlich aus?

Ausbildung und beruflicher Hintergrund des Babysitters

Der berufliche Hintergrund eines Babysitters ist für viele Eltern besonders wichtig, da er unmittelbar Rückschlüsse auf den Umgang mit den Zwillingen erlaubt. Zwei Kinder auf einmal zu betreuen, ist schwierig und erfordert eine gewisse Gelassenheit, da sonst Stress ausbricht – und den spüren auch die Zwillinge. Ein guter Babysitter sollte deswegen fachkundig sein und genau wissen, wie er mit Kindern umgehen muss, ohne für sich zu beanspruchen, die Kinder erziehen zu wollen (denn diese Aufgabe liegt bei den Eltern). Trotzdem macht es einen Unterschied, ob ein Babysitter die Zwillinge nur beschäftigt oder sinnvoll mit ihnen spielt, so dass sie Spaß haben und gefördert werden. Eine Checkliste dazu, was ein guter Babysitter außerdem mitbringen sollte, findet sich hier.

Verschiedene Ausbildungen und Studiengänge qualifizieren zum Babysitter, beispielsweise solche zum Erzieher, Kinder- und Heilerziehungspfleger, Sozialpädagogen oder Kinderpsychologen. Auch die Erfahrung spielt eine wesentliche Rolle, denn ein guter Babysitter hat nicht nur theoretisches, sondern auch praktisches Wissen über den richtigen Umgang mit Kindern. Manche Eltern bevorzugen einen eher jüngeren Babysitter, zum Beispiel eine Studentin oder die Nachbarstochter, die man kennt. Andere Eltern möchten lieber jemanden mit viel Erfahrung, zum Beispiel eine Kinderkrankenschwester in Teilzeit, die zusätzlich als Babysitter arbeitet, oder jemanden, der selbst Elternteil ist.

Solche qualifizierten Babysitter kann man auf verschiedenen Wegen finden. Das traditionelle schwarze Brett im Supermarkt oder in der Gemeinde wird besonders von jungen Leuten immer noch gern genutzt, die sich etwas dazu verdienen möchten. In der Zeitung inserieren ebenfalls regelmäßig Babysitter, oft etwas ältere mit mehr Erfahrung.

Studierende haben an vielen Universitäten die Möglichkeit, in Online-Portalen Inserate einzustellen – ein Blick in diese lohnt sich oft, wenn der Babysitter nur sporadisch gebraucht wird. Ein gutes Beispiel ist das Jobportal der Uni Zürich, in dem auch Job-Angebote geschaltet werden können. Ebenfalls ein Online-Portal, in dem sowohl jüngere Babysitter als auch solche mit Berufserfahrung zu finden sind, ist Betreut.ch. Hier können Eltern sich die Profile verschiedener Babysitter ansehen und dabei feststellen, welche Eigenschaften ihnen besonders wichtig ist.

Wie wichtig ein fachkundiger Hintergrund und Erfahrung sind, müssen Eltern für sich entscheiden. Für viele ist die Erfahrung wichtiger als die Ausbildung, andere legen auf eine theoretische und pädagogische Basis mehr Wert.

Babysitter testen    

Nicht nur die Eltern müssen den Babysitter mögen, sondern vor allem die Kinder! Wenn sich die Eltern für einen qualifizierten und erfahrenen Babysitter entschieden haben, sollten sie testen, wie gut der- oder diejenige mit ihren Zwillingen harmoniert. Oft nehmen Kinder eine Person sofort an, oder eben nicht. Es ist wichtig, dass beidseitige Sympathie vorhanden ist, damit sich die Kinder auch auf den Babysitter freuen. Dann fällt auch den Eltern der Abschied jedes Mal leichter. Für einen guten Babysitter sollten einige Probe-Stunden zum Testen und gegenseitigen Kennenlernen selbstverständlich sein.      

Flexibilität

Meist können die Termine für das Babysitting zuvor abgestimmt werden, denn Zwillingseltern werden schnell zu Organisationstalenten und Liebhabern genauer Planungen. Arztbesuche und Behördengänge, Geburtstage, Hochzeiten und Paar-Abende lassen sich meist im Voraus planen und mit dem Babysitter absprechen. Aber für Notfälle ist es wichtig, dass Eltern eine kompetente Betreuung zur Hand haben, die spontan einsatzbereit ist. Ob man den gewohnten Babysitter auch kurzfristig anrufen kann, sollte von Beginn an abgesprochen werden, so kann man die Kinder an eine zweite Betreuung gewöhnen, die notfalls einspringt.


Meist fällt es Eltern schwer, ihre Zwillinge das erste Mal an einen Babysitter zu übergeben, doch die Zeit ohne Kinder kann auch eine wichtige Abwechslung sein, vor allem in der Paarbeziehung. Wenn der Babysitter alle wichtigen Kriterien erfüllt und sich die Kinder wohl fühlen, ist der erste Schritt dahin getan.  

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