Beschwerden Zwillingsschwangerschaft

Beschwerden Zwillingsschwangerschaft

Viele Beschwerden, die in einer normalen Schwangerschaft auftreten, sind während einer Zwillingsschwangerschaft intensiver. Zwei Babys haben weniger Platz im Bauch, die Hormone schießen quer, das Gewicht der beiden Kinder kann der Mutter früher zu schaffen machen. Aber man kann auch einiges dafür tun, dass es der Mutter und den Kindern gut geht. Manchmal sind schon es Kleinigkeiten, die für Erleichterung sorgen!

Mit welchen Beschwerden hat eine werdende Zwillingsmama zu rechnen? Und was hilft, damit sie ihre Zwillingsschwangerschaft trotzdem genießen kann?

Los geht’s:

Zwillingsschwangerschaft und Übelkeit: doppelt so schlimm?

Werdende Zwillingsmütter haben eine Extraportion des Schwangerschaftshormons HCG im Blut. Und dieses Hormon sorgt für die Übelkeit, von der Schwangere oft im ersten Trimester der Schwangerschaft geplagt werden. Der Körper muss sich erst noch an den neuen Zustand anpassen und reagiert auf die geballte Ladung Hormone mit einem flauen Gefühl im Magen. Im schlimmsten Fall kommt es auch zu Erbrechen. Wenn sich das System an die Schwangerschaft gewöhnt hat, werden die Symptome besser. Das ist meistens zwischen der 14. und 16. Schwangerschaftswoche der Fall.

Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit?

Übelkeit Schwangerschaft
Manche Lebensmittel können Widerwillen auslösen… Foto: Free-Photos en Pixabay
  • da die Übelkeit bei den meisten Frauen am Morgen am schlimmsten ist, sollte man am Abend vorher vorsorgen. Legen Sie sich eine Packung trockener Kekse oder Knäckebrot neben das Bett. Mir half es, im Liegen einen Keks zu essen, und dann zu warten, bis sich der Magen beruhigt hatte. Auf Wasser oder andere Flüssigkeit sollte man direkt nach dem Aufstehen verzichten, sie können die Übelkeit noch verstärken!
  • Auch die typische Abneigung gegen starke Gerüche geht mit der Schwangerschaftsübelkeit oft einher. Bei mir war es Rosenkohl – den gibt es bei uns seit meiner Zwillingsschwangerschaft nicht mehr! der Widerwille dagegen hat sich gehalten, obwohl ich ihn früher gerne gegessen und gekocht habe.
  • Ein Tee aus Ingwerwurzeln kann helfen , ebenso Kamille- oder Fencheltee. Aber Vorsicht: Ingwer steht im Verdacht, bei übermäßigem Genuß Wehen auszulösen!
  • Manchen Frauen helfen bestimmte Gerüche dabei, die Übelkeit zu lindern, man kann es z.B. mit einer aufgeschnittenen Zitrone versuchen
  • Die Hauptmahlzeiten sollten leicht verdaulich sein. Zu fette, würzige oder saure Speisen sollte man vermeiden, weil sie den Magen zusätzlich belasten
  • Kleine Snacks zwischendurch können ebenfalls gegen Übelkeit helfen.
  • Medikamente geben Übelkeit können den Kindern im Bauch schaden. Deshalb sollte man vor der Einnahme immer mit dem Frauenarzt Rücksprache halten!
  • Wenn die Übelkeit und das Erbrechen den ganzen Tag anhalten, kann es sich um eine extreme Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) handeln. Der Körper toleriert kaum Nahrung und Flüssigkeit und trocknet aus. Dies ist eine sehr ernst zu nehmende Komplikation – sie muss vom Gynäkologen behandelt werden. In manchen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig – aber auch sie klingt normalerweise nach der 14. Woche ab!

Blutungen in der Schwangerschaft: erschreckend, aber nicht immer gefährlich

Im ersten Drittel einer Zwillingsschwangerschaft sind leichte Blutungen häufiger als während einer Einlingsschwangerschaft. Das ist erst einmal erschreckend, muss aber nicht immer mit einer Fehlgeburt enden! Die Gebärmutter dehnt sich bei einer Zwillingsschwangerschaft sehr viel schneller – und das geht hin und wieder mit etwas Blutverlust einher. Wenn die Blutung gering und eher bräunlich ist, muss man sich in der Regel keine Sorgen machen, das gilt für das erste Trimester. Findet man aber rotes Blut im Slip und hat menstruationsähnliche Beschwerden, sollte man umgehend beim Frauenarzt anrufen. Auch das muss nicht das Ende der Schwangerschaft bedeuten – bei mir war nach zwei Wochen Bettruhe alles wieder im Lot! Wenn es ab dem zweiten Trimester zu Blutverlust kommt, sollte man auf jeden Fall sofort den Frauenarzt benachrichtigen! Der kann durch einen Ultraschall ermitteln, wodurch die Blutungen ausgelöst werden.

Müdigkeit: Doppelte Arbeit für den Körper

Während des ersten Trimesters der Schwangerschaft muss sich der Körper von nicht schwanger auf schwanger umstellen. Das ist schon bei einer normalen Schwangerschaft Schwerstarbeit! Während einer Zwillingsschwangerschaft ist die Hormonausschüttung viel größer. Dem entsprechend steigt die Anstrengung für den Körper der werdenden Zwillingsmama.

Was hilft gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft?

Was kann man tun? Da hilft nur eins: auf den Körper hören! Legen Sie nach Möglichkeit ein Schläfchen ein, wenn Sie sich erschöpft fühlen. Man kann auch versuchen, früher ins Bett zu gehen und so mehr Schlaf zu bekommen.

Müdigkeit Schwangerschaft
Sauerstoff tanken hilft gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft
Foto: Mabel Amber en Pixabay

Was hilft sonst noch?

  • Auch wenn der Körper in der Schwangerschaft mehr Ruhe braucht, sollte man nicht den ganzen Tag auf dem Sofa liegen! Spaziergänge an der frischen Luft oder der Lieblingssport können Ihnen dabei helfen, sich wohl zu fühlen. Halten Sie aber Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt: Nicht jeder Sport ist für Schwangere geeignet!
  • Regelmäßig und leicht essen. Das sorgt dafür, dass der Blutzucker nicht in den Keller geht und man sich deshalb müde und schlapp fühlt.
  • Manchmal wird die Müdigkeit durch einen niedrigen Blutdruck verursacht – dagegen können Wechselduschen helfen.
  • Einen Eisenmangel (der müde macht) schließt der Arzt durch eine Blutanalyse aus. Eisenpräparate sollten Sie aber nicht auf eigene Faust nehmen!
  • Koffein besser vermeiden! Damit wird die Müdigkeit zwar für einen Moment weggedrückt, danach fällt man aber in ein umso tieferes Loch. Und der Nachtschlaf kann zusätzlich durch Koffein beeinträchtigt werden.
  • Der Körper fordert Ruhepausen ein! Während Sie ruhen, wird die Gebärmutter besser durchblutet und die Kinder haben optimale Gegebenheiten für ihr Wachstum und ihre Entwicklung. Das sollten Sie sich immer vor Augen führen, wenn Sie wieder anfangen zu gähnen!

Die typische Schwangerschaftsmüdigkeit verliert sich normalerweise im zweiten Trimester. Dann haben viele Frauen einen regelrechten Energieschub – der allerdings bei Zwillingsschwangeren auch früher wieder vorbei ist. Die Zwillinge im Bauch sind eine höhere Belastung für den Körper der Frau, je größer sie werden!

Schwangerschaft: Druck auf die Blase

Da bei einer Zwillingsschwangerschaft die Gebärmutter schneller wächst, hat man auch viel früher das Gefühl, ständig auf die Toilette zu müssen. Das ist lästig, aber normal. Solange Sie beim Wasserlassen kein Brennen spüren (das könnte auf eine Blasenentzündung hinweisen), brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen!

Verstopfung in der Schwangerschaft

Durch den Einfluß des Hormones Progesteron geht während einer Schwangerschaft die Verdauung langsamer vor sich. Das kann zu Verstopfung führen. Auch Eisenergänzungspräparate, die Ihnen Ihr Frauenarzt verschrieben hat, können sich negativ auf die Verdauung auswirken.

Was kann man tun gegen Verstopfung in der Schwangerschaft?

Verstopfung Schwangerschaft
Trockenfrüchte können bei Verstopfung helfen
Foto: LeoNeoBoy en Pixabay
  • Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, vorzugsweise Wasser, Kräutertees und verdünnte Säfte. Besser allerdings nicht zu spät am Nachmittag, sonst muss man nachts immer wieder aufstehen. Wenn man nicht zu sehr mit Schwangerschaftsübelkeit zu kämpfen hat, kann man den Tag mit einem Glas lauwarmem Wasser beginnen. Das bringt die Verdauung auf Trab
  • Ballaststoffreich essen: Vollkornprodukte, Obst und Gemüse enthalten viele Ballaststoffe, die im Darm aufquellen und den Stuhlgang erleichtern.
  • Auch Bewegung hilft – regelmäßige Spaziergänge bringen den Darm in Schwung.
  • Ein Teelöffel Kleie oder Leinsamen, in einen Joghurt eingerührt, können helfen. Achten Sie aber unbedingt darauf, genügend zu trinken, wenn Sie diese Hausmittel einnehmen! Auch der Joghurt hilft, die Darmflora intakt zu halten. Es muss kein teurer probiotischer sein, ein ganz normaler Naturjoghurt tut es auch.
  • Trockenfrüchte wie getrocknete Pflaumen oder Aprikosen, Rosinen, Datteln oder Apfelringe können ebenfalls helfen.
  • Stopfend wirken können Bananen, dunkle Schokolade, Weißmehlprodukte und Käse. Alles, was zu fettig und zu süß ist, kann die Verdauung beeinträchtigen, also besser vermeiden!
  • Was Sie nicht tun sollten: Ohne ärztlichen Rat Abführmittel einnehmen. Wenn Sie die Verstopfung selber nicht in den Griff bekommen, lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten. Er wird Ihnen das geeignete Mittel verschreiben

Rückenschmerzen in der Zwillingsschwangerschaft: Früher und heftiger

Die meisten Frauen bekommen an irgendeinem Punkt ihrer Schwangerschaft Rückenschmerzen. Das zusätzliche Gewicht zieht an der Rückenmuskulatur und das tut weh. Und durch das höhere Gewicht zweier Kinder treten sie bei einer Zwillingsschwangerschaft in der Regel früher auf. Das ist unangenehm aber normal. Wenn Sie allerdings menstruationsähnliche Rückenschmerzen haben und vielleicht dazu Blutungen, sollten Sie sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen. Diese Symptome können auf eine beginnende Fehlgeburt hindeuten – hören Sie auf Ihren Körper!

Was kann man gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft tun?

  • Wenn Sie etwas heben müssen, gehen Sie in die Knie und lassen den Rücken möglichst gerade. Bei dieser Hebetechnik arbeitet die Beinmuskulatur, während die Rückenmuskeln geschont werden.
  • Zu langes Stehen sollte vermieden werden.
  • Eine eher harte Matratze kann Rückenschmerzen vermeiden helfen, legen Sie sich in der Seitenlage ein Kissen unter den Bauch.
  • Achten Sie auf Ihre Haltung – man sollte versuchen, soweit wie möglich ein Hohlkreuz zu vermeiden, den Rücken aufzurichten. Tragen Sie die Kinder „in sich – nicht vor sich“. Der typisch watschelnde Schwangeren-Gang ist ein Anzeichen dafür, dass der Bauch zu weit herausgeschoben und damit der Rücken zu weit im Hohlkreuz ist!
  • Zu Anfang der Schwangerschaft (wenn man noch nicht vom Vena-Cava-Syndrom geplagt wird), kann man sich flach auf den Boden legen und die Beine im 90-Grad-Winkel z.B. auf das Sofa lagern. Im Bett erreicht man den selben Effekt mit Kissen, die man sich unter die Beine schiebt. Diese Lagerung entlastet die Rückenmuskulatur und wird von vielen Frauen als wohltuend empfunden.
  • Viele Schwangere können besser Schlafen, wenn sie schon während der Schwangerschaft das Stillkissen als Lagerungshilfe nutzen

Bänderschmerzen: doppelte Last

Auch Frauen, die nur mit einem Kind schwanger sind, leiden manchmal unter Schmerzen der Bänder im unteren Bauchbereich. Während einer Zwillingsschwangerschaft können diese Schmerzen schon relativ früh auftreten. Sie sind harmlos, aber unangenehm. Versuchen Sie, schnelle Bewegungen z.B. beim Aufstehen aus dem Bett zu vermeiden. Drehen Sie sich erst auf die Seite und richten sich dann auf. Tagsüber kann ein Stützband Erleichterung bringen. Es sollte aber nur getragen werden, solange man auf den Beinen ist, damit es die Durchblutung nicht behindert.

Ödeme in der Schwangerschaft

Durch das Hormon Progesteron lagert der Körper während der Schwangerschaft mehr Wasser ein. Bei einer Zwillingsschwangerschaft kann dies schon relativ früh passieren. Das ist unangenehm, aber erst einmal nicht gefährlich. Wenn die Wassereinlagerungen mit einem erhöhtem Blutdruck und Eiweiß im Urin einhergehen, können ein Symptom einer Präeclampsie sein. Erzählen Sie Ihrem Frauenarzt von den Ödemen, so bald Sie sie bemerken. Er kann dann entscheiden, ob weitergehende Tests vonnöten sind.

Die Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft haben verschiedene Gründe:

  • während der Schwangerschaft erhöht sich die Blutmenge, die Blutgefäße werden durchlässiger und transportieren mehr Flüssigkeit ins umliegende Gewebe
  • Die Muskelpumpe, die z.B. das Blut aus den Waden wieder zurück in den Körper transportiert, funktioniert weniger gut und das Wasser versackt in den Knöcheln und Füßen
  • Durch den zunehmenden Körperumfang wird man weniger beweglich – auch das kann die Bildung von Ödemen fördern

Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft: was kann man tun?

Die typischen geschwollenen Knöchel und Finger in der Schwangerschaft sind ein Übel, mit dem viele Schwangere zu kämpfen habe. Bei werdenden Zwillingsmüttern treten sie gehäuft auf. Was kann man tun?

  • Früher wurde Schwangeren eine salzlose Diät verordnet, heute weiß man, dass der Salzkonsum nur bedingt etwas mit den Wassereinlagerungen zu tun hat. Sie dürfen also Salz essen, aber besser nur in Maßen
  • Füße hochlegen hilft, das Wasser wieder zur Körpermitte zu transportieren. Auch nachts kann man sich ein Kissen unter die Füße legen
  • Nehmen Sie Ihre Ringe ab, wenn Sie merken, dass Ihre Finger anschwellen. Mit der Zeit schneiden sie sonst immer mehr in die Finger ein und irgendwann ist es praktisch unmöglich, sie abzustreifen.
  • Wenig trinken hilft nicht – im Gegenteil! Wenn Sie ausreichend trinken, werden die Nieren angeregt und scheiden mehr Wasser auch wieder aus.
  • Nehmen Sie ein kaltes Fußbad, das kann helfen, die Füße ein wenig abzuschwellen und bring zumindest zeitweise Erleichterung
  • Legen Sie keine „Reistage“ ein, das wurde früher oft empfohlen. Heute weiß man, das Kartoffeln viel eher dabei helfen, Wasser auszuschwemmen. Nehmen Sie auch genügend Eiweiß zu sich – mageres Fleisch und Geflügel oder Tofu sind eine gute Wahl.
  • Wechselduschen für die betroffenen Stellen (Waden und Hände) können ebenfalls helfen, Ödeme zu lindern.
  • Wenn es zu schlimm wird, bitten Sie Ihren Frauenarzt um ein Rezept für Stützstrümpfe. Die sind zwar etwas unangenehm zu tragen, verringern aber die Wassereinlagerungen und helfen zudem gegen die Bildung von Krampfadern.

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen ist ein häufiges und unangenehmes Problem, das bei vielen Frauen während der Schwangerschaft auftritt. Bei Zwillingsschwangerschaften ist es noch einmal häufiger. Der Grund dafür sind wieder einmal die Schwangerschaftshormone. Sie führen, das der Pförtnermuskel, der den Magen zur Speiseröhre hin abschließt,erschlafft und dadurch Magensäure aufsteigen kann. Außerdem nehmen die Kinder im Bauch immer mehr Raum ein und drücken den Magen nach oben. Das verstärkt das Problem vor allem während des letzten Drittels der Schwangerschaft noch einmal.

Was hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Sodbrennen Schwangerschaft
Mandeln können gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft helfen
Foto: Ganesh balasubramanyam en Pixabay
  • Besser häufiger und weniger essen, leichte und kleine Mahlzeiten belasten den Magen weniger.
  • Auch Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke können den Magen reizen, stilles Wasser, Kräutertees und Saftschorlen sind die bessere Wahl.
  • Zwischen dem zu Bett gehen und der letzten Mahlzeit sollte der Magen genügend Zeit haben, die Nahrung zu verarbeiten. Ein voller Magen kann im Liegen zu Sodbrennen führen – essen Sie also nicht zu spät zu Abend.
  • Wenn Sie Ihre Nahrung gut kauen, hat Ihr Magen weniger Arbeit.
  • Bestimmte Nahrungsmittel führen dazu, dass mehr Magensäure gebildet wird und können dadurch Sodbrennen verschlimmern. Dazu gehören Kaffee und Alkohol (der sowieso tabu sein sollte), Zucker (Süßigkeiten) und Erdnüsse. Außerdem einige Obstsorten, wie Äpfel und Zitrusfrüchte, fettreiche Speisen, Hülsenfrüchte, Kohl und hartgekochte Eier.
  • Schlafen Sie mit einem großen Kissen unter dem Kopf, so verhindern Sie den Rückfluß von Magensäure.
  • Es kann ebenfalls helfen,auf der linken Seite zu schlafen, denn der Magen liegt links im Körper. So kann die Magensäure nicht so leicht aufsteigen.
  • Das Kauen von ein paar Mandeln, einem Stück Weißbrot oder einem Löffel trockener Haferflocken kann gegen Sodbrennen helfen. Alle diese Lebensmittel binden die Magensäure.
  • Essen Sie zum Nachtisch einen Joghurt, der schützt die Speiseröhre und regt außerdem die Verdauung an.
  • Bananen bilden einen dünnen Schleim, der sich wie ein Film auf die Wände der Speiseröhre legt und sie damit vor der Magensäure schützt. Essen Sie aber nicht mehr als zwei am Tag, sonst kann die Gute-Laune-Frucht zu Verstopfung führen!
  • Nicht alle diese Mittel helfen gleich gut bei jeder Frau, jede Schwangere muss ausprobieren, was ihr gut tut. Und wenn das Sodbrennen gar nicht besser wird oder sehr stark ist, kann der Frauenarzt einen geeigneten Säurehemmer verordnen.

Schwangerschaftsstreifen

Ob eine Frau Schwangerschaftsstreifen (Striae) bekommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, Zwillingsschwangere leiden aber wieder einmal häufiger darunter. Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn sich die Haut zu schnell dehnt und dabei kleine Risse im Bindegewebe bekommt. Die Ursachen sind nicht vollständig klar und wohl vielschichtig. Sowohl genetische Veranlagung als auch Faktoren wie Übergewicht und die Geschwindigkeit, mit der der Bauchumfang wächst, haben einen Einfluss. Die schlechte Nachricht: ein großer Teil der Schwangeren werden im Lauf ihrer Schwangerschaft mit Striae bei sich entdecken. Die gute Nachricht: nach der Schwangerschaft verschwinden sie teilweise wieder oder verblassen doch stark. Bei Zwillingsschwangerschaften treten sie in der Regel leider häufiger und auch früher auf. Was kann man gegen Schwangerschaftsstreifen tun?

Schwangerschaftsstreifen: vorbeugen!

Schwangerschaftsstreifen
  • Während der Schwangerschaft ist die Haut generell trockener und damit anfälliger für Risse. Mandelöl oder ein anderes reichhaltiges Öl oder eine Feuchtigkeitscreme halten die Haut geschmeidig. Cremen Sie betroffene Stellen, wie den Bauch oder die Beine regelmäßig ein
  • leichte Wechselduschen und Bürstenmassagen können die Durchblutung anregen und damit Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Allerdings sollte man den Bauch dabei auslassen! Am Bauch kann man die Haut leicht zupfen und so für eine bessere Durchblutung sorgen
  • Sport: sportliche Frauen haben weniger häufig mit Schwangerschaftsstreifen zu kämpfen. Wenn Sie vor der Schwangerschaft Sport getrieben haben, könne Sie während der Schwangerschaft damit weiter machen oder sich einen sanfteren Sport aussuchen. Aber VORSICHT: eine Zwillingsschwangerschaft ist immer eine Risikoschwangerschaft! Das heißt, dass Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt halten sollten, bevor Sie sportlich tätig werden! Und schon der tägliche Spaziergang kann helfen, das Bindegewebe zu stärken. Gerade in der Schwangerschaft sollte man sich nicht immer Hochleistungen abverlangen!
  • Vitamin E (Tocopherol) ist ein Antioxidanz, dass die Haut vor freien Radikalen schützt. Es ist in verschiedenen Ölen wie Olivenöl, Weizenkeimöl und Rapsöl enthalten. Aber auch Nüsse, Getreidekeimen, Leinsamen, Sonnenblumenkernen und in Gemüse wie Bohnen, Schwarzwurzel oder Spargel enthalten Vtamin E.
  • Trinken Sie ausreichend: wenn der Haut Flüssigkeit fehlt, ist sie nicht so elastisch und reißt schneller.
  • Falls Sie im Sommer schwanger sind, nutzen Sie eine Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor. So verhindern Sie, dass die Haut zusätzlich durch einen Sonnenbrand gereizt wird.

Schwangerschaftsstreifen lassen sich leider meistens nicht ganz vermeiden. Sie sind Spuren der großartigen Leistung, die unser Körper erbringt, wenn er ein oder sogar zwei oder mehrere Kinder wachsen läßt!

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